Im letzten Oktober haben wir in drei Wochen unter der Regie von Jan Bodinus ein ganz neues LÄPPLI-Stück aus dem Boden gestampft. Sabine Rasser, die Tochter von Alfred Rasser, hat das Stück geschrieben und Jan Bodinus hat es bearbeitet. Das gutmütige Basler Original wieder in einem ganz neuen Stück zum Leben zu erwecken und ihn in die Neuzeit zu holen, hat einiges an Mut erfordert und Druck aufgebaut. Werden wir dem Läppli-Erfinder Rasser und den Erwartungen der Zuschauer gerecht? Anfang Januar hat Regisseur Simon Keller innerhalb einer Woche nochmals Mass genommen und mit dem Ensemble jede Szene und jeden Satz seziert. So haben wir Text und Szenen gestrafft (dabei musste jeder einige “Darlings killen”) und die Pointen nochmals geschliffen. Unsere eigentliche Trumpfkarte blieb aber der Basler Komiker Patrick Allmandinger, der den Läppli so gut und authentisch verkörpert wie keiner sonst. Mitte Januar hatten wir nun drei Tryouts in Wald, Altstätten und Kreuzlingen, welche enorme Entspannung ausgelöst haben. Wenn Almy alias Läppli auf die Bühne kommt und frohlockt: “Guguseli - do bini wider”, dann gehen die Herzen der Zuschauer auf und alle scheinen nur auf diesen Augenblick gewartet zu haben. Ich kann es kaum erwarten, wenn dann am 17.2.26 die offizielle Premiere im Casinotheater Winterthur über die Bühne gehen wird.